STopP
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Kurzbeschreibung

Hintergrund und Ziele: In diesem fachübergreifenden Forschungsvorhaben werden Werkzeuge zur Bewertung relevanter Indikatoren der EU-Richtlinien Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL), der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL), der Vogelschutz-Richtlinie (VRL) und der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) entwickelt. Insbesondere werden die MSRL-Deskriptoren Meeresboden-Integrität (D6), Nahrungsnetze (D4) und Biodiversität (D1) berücksichtigt.

Bisherige Ergebnisse: In der ersten Phase des Projektes wurden im Eu- und Sublitoral der Einfluss und die Wechselwirkung von Sedimentcharakteristika und hydrologischen Kräften auf die benthische und avifaunistische Artengemeinschaft in einem repräsentativen Gebiet der deutschen Nordseeküste untersucht. Ökologische Nahrungsnetzmodelle und statistische Habitatmodelle dienten dazu, die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Charakteristika des Meeresbodens und der assoziierten Artengemeinschaft zu entschlüsseln. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den Zusammenhängen zwischen dem vorherrschenden Physiotop und der Verteilung von Herzmuschel-, Schwertmuschel- und Miesmuschelbänken sowie Vögeln.

Geplante Arbeiten und Produkte: Arbeiten, die im Rahmen des Vorläufer-Projektes STopP I durchgeführt wurden, werden hier in Anschlussvorhaben generalisiert mit dem Ziel, eine generelle Übertragbarkeit von Ergebnissen auch auf andere Untersuchungsgebiete herzustellen. Daten zur Verteilung von Sedimenten, Benthos und Vögeln werden vorrangig in Gebieten erhoben, für welche die Modelle hot spots prognostizieren. Auf Basis der ausgewählten Habitate und Indizes wird eine Bewertung durchgeführt, welche die Eignung für die erforderlichen Evaluierungen nach EU-Recht angibt. Im Ergebnis ergeben sich ein konsolidierter Entwurf eines Indikatorsets (Habitate und Indices) und deren Schwellenwerte zur Bewertung einzelner Indikatoren. Der gesamte Datensatz wird für die Öffentlichkeit unter MDI-DE verfügbar gemacht.

 

Zeitraum: 

STopP I:                  04/2013 - 03/2016

 StopP Synthese:   04/2016 - 03/2019

 

Bewilligungssumme: 

STopP I (gesamt):                           1.200.000,- €

 STopP Synthese (gesamt)            865.185,- €

 

Koordinator: Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig Holstein, Nationalparkverwaltung (NPV), Tönning

Projektpartner:

  • Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Wattenmeerstation Sylt (AWI), List
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit dem Institut für Geowissenschaften, Sedimentologie, Küsten- und Schelfgeologie (IfG), Kiel und dem Forschungs- und Technologiezentrum Westküste, Büsum
  • Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), Abteilung Gewässer, Flintbek

 

Website: www.nationalpark-wattenmeer.de/sh/stopp-2193

 

Kontakt:

  • Projektleiter
    Kai Eskildsen

    Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz
    Nationalparkverwaltung
    Schlossgarten 1, 25832 Tönning
    Tel +49 4861 616 44
    kai.eskildsen[@]lkn.landsh.de

  • Projektmanagement
    Dr. Ulrike Schückel

    Tel: +49 4861 616 50
    Ulrike.Schueckel[@]lkn.landsh.de